Zwei Jubiläen in der Künstlerkolonie


Zwei Jubiläen in der Künstlerkolonie

90 Jahre Künstlerkolonie Berlin-Wilmersdorf
30 Jahre KünstlerKolonie Berlin e.V.

Aus diesem Anlass lädt der Verein ins Theater Coupé zu einem Jubiläumskonzert ein mit folgenden Künstlern/Künstlerinnen

Udo Agnesens, Margarete Hamm, Helmut Heinrich, Andreas Holzmann, Manfred Maurenbrecher, Feryad Fazil Omar, Marion Reck, Klaus Schäfer, Peter Siche, David Yonan

Moderation: Ralph-Michael Döhler

Mittwoch, 18. April 2018 – 19 Uhr

TheaterCoupé

Hohenzollerndamm 177, 10713 Berlin
U-Bhf. Fehrbelliner Platz, Bus 101, 104, 115, 204, 249, N7 Mansfelder Straße

– Wir danken VONOVIA für die Unterstützung –

Jubiläumseintrittspreis auf allen Plätzen 8,- Euro Kartenvorverkauf unter 030-801 21 05 (AB)

Programm

Änderungen vorbehalten

Ralph-Michael Döhler
Moderation

Begrüßung der Ehrengäste; einleitende Worte

Mitwirkende in der Reihe des Auftritts:

Udo Agnesens – Klavier
Klavierkonzert Nr. 1 von Holger Münzer (UA); 1. Prelude aus „Preludes 2017“ und 1. Klavierstück aus „Klavierstücke 2017“
(U. Agnesens)

Feryad Fazil Omar
Bericht aus seinem Leben in der Künstlerkolonie, Gedichte aus eigener Feder

David Yonan – Geige
Fraktale Sonate für Violine solo, 1. Satz Cariccio Vernetzung und Capriccio Japanese für Voline solo (UA) von Holger Münzer

Manfred Maurenbrecher
Liedermacher, Autor
„Die Großeltern und Amerika“ (Ausschnitt aus seinem Buch „Die Künstlerkolonie Wilmersdorf“; „Paradies Rüdi“, Musik und Text: Maurenbrecher

PAUSE

Helmut Heinrich – legt Schellackplatten auf
„Lieber Leierkastenmann“ (gesungen von Willi Kollo selbst); „Monika“ (Lesbenlied) mit Eva Busch; „Seeräuberballade“ mit Ernst Busch

Marion Reck – Gesang
Klaus Schäfer – Klavier
„Das war sein Milljöh“, Willi Kollo/Hans Planzer; „Lieber Leierkastenmann“, Willi Kollo;
„Es gibt nur ein Berlin“, Willi Kollo/Hans Planzer

Andreas Holzmann – Gesang + Geige,
Klaus Schäfer – Klavier
„Der Wind hat mir ein Lied erzählt“, Bruno Balz/Lothar Brühne; aus dem Film
„La habanera“ von Douglas Sirk (Detlef Sierck, Künstlerkolonist);
„Das Atom“ von Holger Münzer/Erich Weinert; „Baby, wovon ist dein Mündchen so rot“, Willi Kollo

Margarete Hamm – Gesang,
Klaus Schäfer – Klavier
Lieder aus dem Repertoire von Hana Hegerova: „Ich will lachen, ich will weinen“, Petr Hapka/ Kurt Hertha; „Wenn Schatten länger als die Wege sind“, Peter Ludwig

Peter Siche (PS) – Gesang
Andreas Holzmann (AH) – Gesang + Geige
Klaus Schäfer (KS) – Klavier
PS: „Stempellied“, David Weber/Hanns Eisler

Chansons von Erich Kästner/Holger Münzer:
AH/KS: „Das letzte Kapitel“; PS/KS: „Fantasie von übermorgen“; AH/PS/KS: „Kleine Rechenaufgabe“; PS/KS: „Die Zunge der Kultur“; PS/KS: „Das gesunde Getränk“; PS/KS: „Elegie ohne große Worte“

Ensemble mit
Marion Reck, Margarete Hamm, Peter Siche, Andreas Holzmann, Klaus Schäfer
„Eisenbahngleichnis“
von Erich Kästner/Holger Münzer

– ENDE –

 

V.i.S.d.P.: KünstlerKolonie Berlin e.V.
c/o Alwin Schütze, Nassauische Straße 27, 10717 Berlin
www.kuenstlerkolonie-berlin-ev.de


Die Mitwirkenden:

Udo Agnesens
*1961 ist Komponist und Pianist. – Promoter Neuer Musik, kuratierte zahlreiche Konzertzyklen, Festivals und einzelne Veranstaltungen und veröffentlichte Schallplatten und CDs. Als Pianist trat er in verschiedenen Kammermusikbesetzungen, als Liedbegleiter und Solist, aber auch in verschiedenen Bandformationen auf. Der Komponist Udo Agnesens hat wie der Pianist ein stilistisch großes Spektrum der heutigen Musik. Er ist umfassender Künstler gegen den Mainstream und den allgemeinen Zeitgeist.

Margarete Hamm
Aufgewachsen in Tübingen in einer Musikerfamilie mit vier Geschwistern. Nach der Ausbildung zur Schauspielerin an der Staatl. Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart feste Engagements an den Städt. Bühnen Dortmund und am Staatstheater Braunschweig. 1981 Umzug nach Berlin, um freischaffend zu arbeiten in Berlin am Schillertheater, Gripstheater, Tribüne. In den letzten Jahren vor allem im Musical tätig u.a. in „Anatevka“ als Tevjes Frau Golde, in „Falco meets Amadeus“ als Falco‘s Mutter, in „Elisabeth“ als Erzherzogin Sophie. Darüber hinaus tritt sie mit eigenen Lesungen und Lieder/Chansonabenden auf.

Helmut Heinrich
ist ein langjähriges Mitglied unseres Vereins und vielen auch als Zauberer bekannt. Weniger bekannt blieb sein Engagement in der Busch-Gesellschaft (www.ernst-busch.net), wo er zu Ernst Busch und dessen Freunden Vorträge hält. – Pensionär, Zauberer, zahlreiche Musikabende mit dem Grammophon im TheaterCoupé, im IBZ, zum Sommerfest am Rüdesheimer Platz.

Andreas Holzmann
ist Sänger und Geiger des Casanova Society Orchestra. Mit diesem Ensemble brachte er bei der internationalen Fifa-Gala in Berlin die Musik der 20er Jahre zur Fußball-WM 2006. 2017 durfte sich auch das schwedische Königspaar im Hotel Adlon an dieser zeitlosen Musik erfreuen. Der Bariton sang 2009 Zwölf-Tonmusik im bayerischen Rundfunk. Er spielte in den Operetten der „Vetter aus Dingsda“ den Josse und den Homann in „Glückliche Reise“, sowie diverse Rollen (u.a. Hermann) in „Linie 1“. Er war über mehrere Spielzeiten mit „Oma Nolte“ im Atze-Musiktheater in Berlin engagiert. Der Künstlerkolonie ist er über viele Projekte von Prof. Edith Urbanczyk seit Anfang der 90er Jahre eng verbunden. Mit den „Vier Nicks“ präsentierte er dort Kästnervertonungen von Edmund Nick und Holger Münzer.

Manfred Maurenbrecher
ist ein deutscher Liedermacher und Autor. Er ist ein Urenkel des Historikers Wilhelm Maurenbrecher und ein Enkel des Schauspielers Otto Maurenbrecher. Klavierunterricht, eine Vorliebe für Gedichte, Leonard Cohen, Bob Dylan und Franz-Josef Degenhardt prägten ihn in der Jugend; es folgten ein Germanistikstudium an der FU Berlin, ein Studienaufenthalt auf der Insel Kreta für die Doktorarbeit. Nach der Promotion wurde er Mitgründer der Musikgruppe Trotz & Träume, komponierte und textete Lieder. Ein Höhepunkt jener Jahre war Maurenbrechers Auftritt im Rahmen der WDR-Fernsehreihe Rockpalast in der Markthalle Hamburg am 25. Februar 1985. Als zwischendurch mal die Zuhörerzahlen schwanden, eroberte er sich ein neues, jüngeres Publikum in der Berliner Lesebühnen-Szene. Er ist Mitglied des PENZentrums Deutschland. Maurenbrecher ist seit 1989 verheiratet, hat einen Sohn und lebt in Berlin (in der Künstlerkolonie Wilmersdorf) wie auch in einem Dorf nahe der Oder.

Feryad Fazil Omar
*1950 in Sulaimaniyya, Irak, ist ein kurdischer Schriftsteller, Literatur- und Sprachwissenschaftler. Bis 1978 war er dort Dozent an der ersten kurdischen Universität und seit 1982 an der Freien Universität Berlin am Institut für Iranistik im Fachbereich Geschichtsund Kulturwissenschaften. Als Studienrat im Hochschuldienst hielt er Seminare und Vorlesungen über die Literatur, Geschichte und Politik der Kurden und widmete sich als Lektor dem Verfassen von Lehr- und Wörterbüchern zur kurdischen Sprache und Literatur sowie wissenschaftlichen Abhandlungen. Darüber hinaus schreibt er seit den 1970er Jahren Lyrik über Liebe, Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen. Als Politiker versteht er sich dennoch nicht. Laut Omar sei das Bild der Kurden in Europa noch immer von Karl Mays Durchs wilde Kurdistan geprägt. Er sieht es als sein Anliegen, dieses Bild gerade zu rücken. Omar ist Gründer und Leiter des Instituts für Kurdische Studien Berlin. Er ist Bundesvorsitzender der Menschenrechtsorganisation „Gesellschaft für bedrohte Völker“.

Marion Reck
studierte Schauspiel an der Fritz-Kirchoff-Schule Berlin. Engagements führten sie u.a. an die Berliner Kammerspiele, die Freie Volksbühne, das Grenzlandtheater Aachen, das Scalatheater Basel, das Theater des Westens, die Komödie am Altstadtmarkt und das Neue Theater Hannover. Mit besonderer Hingabe widmet sie sich der Kleinkunstszene. Mit ihrer Produktion „Alte Lieder – Traute Weisen“ ein Streifzug durch Preußens Küchen, trat sie bei den Potsdamer Festspielen auf, zu der „Berliner Botanische Nacht“ und zu Veranstaltungen der Domäne Dahlem. – Sie ist Ensemblemitglied im Berliner Klimperkasten, im Fliegenden Brett`l. Zur Zeit ist sie als „Claire Waldoff“ im Museumsschiff „Heinrich Zille“ zu sehen und ab August ist sie wieder in Hannover als „Sophia“ in Golden Girls. www.marionreck.de

Klaus Schäfer
*Rheydt/Mönchengladbach, lebt seit 1976 in Berlin. – Studium an der Hochschule (heute: Universität) der Künste, debutierte 1980 an der Vagantenbühne in einer Erich-Kästner-Revue. Er begleitet Schauspieler und Sänger bei SoloProgrammen, Revuen, Konzerten, wirkt bei Rundfunk-, Filmund Fernsehproduktionen mit. Tourneen und Gastspiele führten zum Mainzer unterhaus, in die Schweiz, die Niederlande, nach Tschechien, Frankreich, Belgien, Spanien und Hongkong. – Sein Schwerpunkt sind Autoren und Komponisten der „Goldenen Zwanziger“ wie Kästner, Brecht, Tucholsky, Reutter, Eisler, Weill oder Hollaender und Gilbert. – Seit 1983 Zusammenarbeit mit Peter Siche.

Peter Siche
Der Berliner hat hier Gesang studiert. Auftritte mit mittelalterlicher Musik im passenden historischen Gewande, in Kabarett-Revuen, u.a. im Theater des Westens und in freien Produktionen, bis hin zur Oper gehören zu seinem Repertoire; dazu eine Reihe von Konzertprogrammen, begleitet von Piano, Laute oder anderen alten Instrumenten. Mit seiner Partnerin Michaela Rettkowski bildet er das Duo Ohrenfreut „– weil’s die Ohren freut“. “Ständiger” Begleiter am Klavier ist Klaus Schäfer. Auftritte in Deutschland, auch Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Tschechien, Tunesien, Brasilien und Hongkong.

David Yonan
Seit seinem Debüt in der Berliner Philharmonie mit den Berliner Symphonikern im Alter von 12 Jahren, in Moskau, St. Petersburg und Chicago, konzertiert David Yonan als Solist in bedeutenden Konzertsälen Europas, der USA und Südamerikas. Im Herbst 2015 gab er sein Debut in der Carnegie Hall New York, wo er mit dem 1. Preis des Internationalen Alexander&Buono String Competition ausgezeichnet wurde. Seine aktuelle CD „Four Centuries“ mit der Pianistin Susan Merdinger wurde 2015 in Los Angeles mit zwei Global Music Awards ausgezeichnet.

 

 

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