Unser Künstlerstammtisch im Januar

war mit erheblich interessanten Diskussionen zur Wohnsituation in und um die Künstlerkolonie bereichert, was sicher daran lag, dass der zur Künstlerkolonie zuständige SPD-Wahlkreiskandidat (auch Abteilungsvorsitzender der Grundorganisation, zu der auch unsere Künstlerkolonie gehört) Florian Dörstelmann [↑] zu Besuch war, wie auch der Mietervertreter unserer Künstlerkolonie.

Abb.: Künstlerstammtisch Januar 2016

Nach der Begrüßung berichtete unser Vorsitzender von unseren vielen Aktivitäten seit unserem letzten Stammtisch, wozu u. a. auch unser Vortrag über die historischen Umstände und die einzigartige Rechtssituation der Künstlerkolonie gehörte und lenkte daraus eine Diskussion zur heutigen Lebenssituation dort ein, an der sich mehrere Künstlerkoloniebewohner/-innen rege beteiligten.

Dabei wurde auch angesprochen, wie unsere Gesellschaft dort zunehmend alterte, wie auch in unserem Verein (und vergleichbaren Vereinen) oder auch z. B. in der SPD-Mitgliedschaft, wie Florian berichtete. Aus der daraus folgenden Diskussion ergab sich allseitiges Interesse zur Vernetzung aller gesellschaftlichen Kräfte um die Künstlerkolonie, die unmittelbar an der Grenze zu Steglitz-Zehlendorf liegt, nur wenige Querstraßen von Schöneberg-Tempelhof entfernt. Aus all den dortigen Aktivitäten gilt es sich zu vernetzen und zu unterstützen, was unser Verein mit ersten Erfolgen bereits begann.

Auch aller Suche nach Jüngeren wurde dazu angesprochen und dass heute viele Menschen länger zur Schule gehen und oft anschließend eine mehrjährige Ausbildung absolvieren, folglich oft erst in ihren 30er Jahren ihre Familie gründen und deren Kinder dann Ende ihrer 40er Jahre „ins Leben entlassen“. „Jüngere“ sind deshalb oft schon um 50 Jahre alt, wenn sie Zeit und Freiraum zu einem gesellschaftlichen Engagement finden. Daher ist die von uns zu werbende Klientel der „Jüngeren“ oft in diesem Alter. Es geht also nicht um 16 oder 17-Jährige, sondern um eine Generation „mittlerer Jahre“, wie sie z.B. unser Mitglied Viktor Hoffmann [↑] erfolgreich anspricht. Dazu trug uns Viktor ein Gedicht und ein Lied von sich vor.

Daran anschließend berichtete unser Vorsitzender, wie Viktor sich nicht nur lyrisch und musikalisch einbringt, sondern auch ausgebildeter und tätiger Filmemacher ist. Das wurde „der Aufhänger“, davon zu berichten, dass unsere Arbeitsgemeinschaft "Dokumentation" zum Ende diesen Jahres ein kleines Buch (A-5 mit etwa 100 Seiten) als Kurz-Information herausbringen will, um davon ausgehend zu einer umfangreichen mehrbändigen Ausgabe ab nächstes Jahr heran zu gehen.
Zugleich streben wir an, in diesem Jahr nach der Vorarbeit von Anna Tortajada [↑] zu einem Drehbuchentwurf und mit Viktors Hilfe möglichst viele Freunde, Unterstützer und Helfer miteinander zu verknüpfen, um in absehbarer Zeit mit der Produktion eines etwa 90-minütigen Films über die Künstlerkolonie und ihrer einzigartigen Art beginnen zu können, wobei es uns gilt, ihn  folgend auch ins Fernsehen zu bringen. Der Seitenblick unseres Vorsitzenden bei diesen Worten auf Florian Dörstelmann war nicht zu übersehen und dieser sagte zu, uns dabei zu unterstützen.

In der Folge las uns unser Mitglied Michael Reim [↑] ein wenig aus seinem neuen E-Book vor und erhielt, wie zuvor auch Viktor, anerkennenden Applaus. Auch dazu gab es noch eine kurze Diskussion, zu der unser Vorsitzender Michael bat, uns bei unserem Bestreben zu helfen, ein solches E-Book über die Zusammenarbeit von Ernst Busch und Erich Kästner „hinzubekommen“.
Denn wir möchten über die Zusammenarbeit Busch/Kästner vom Ende der 1920er Jahre bis in die 60er Jahre hinein für Interessenten und Schüler über ein möglichst preiswertes Medium berichten.

Kurz vor 22:30 Uhr löste sich unser Künstlerstammtisch langsam auf, und man verabredete sich miteinander auf weitere Zusammenarbeit.

 

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